Unser Atem läuft automatisch – und verrät dabei erstaunlich viel über Körper und Psyche. Ob ein schneller, flacher Atem, Mundgeruch oder Husten: Viele Signale lassen sich im Alltag selbst beobachten. Doch wann ist alles harmlos – und wann sollten Sie Ihre Atmung ärztlich abklären lassen? Dieser kleine Guide hilft, den eigenen Atem besser zu verstehen
Schneller, flacher Atem: Meist Stress oder Anspannung
Ein oberflächlicher Atem ist ganz typisch, wenn wir unter Stress stehen, konzentriert oder in Eile sind. Auch, wenn wir Angst haben oder emotional belastet sind, atmen wir nicht ruhig, entspannt und tief. Das schnelle Atmen versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Er schaltet sozusagen in den Kampf- oder Fluchtmodus um, den er zum Beispiel in der Steinzeit noch brauchte. Heute heißt das: Der Körper wird auf maximale Leistungsfähigkeit geschaltet. Das Problem: Achten Sie einmal darauf, wie häufig und wie lange Sie flach und schnell atmen. Richtig: Oft passiert uns das über den gesamten Arbeitstag. Wir sind also (phasenweise) dauerhaft im Alarmzustand.
Das hilft: Atmen Sie bewusst tief und langsam ein und aus. Das baut Stress ab und hilft bei Ängsten. Hier finden Sie eine Übung für entschleunigtes Atmen. Beruhigt sich der Atem nicht mehr von selbst oder finden Sie sehr häufig keine Entspannung, sprechen Sie Ihren Hausarzt an.

