Es ist ganz einfach: 4 Konten sollte jeder haben, um die eigenen
Finanzen, also Ausgaben und Einnahmen, zu überblicken, um aber auch die Basis zu schaffen, Stück für Stück Vermögen aufzubauen. Wie das ganz leicht gelingt, zeigen die FP-Experten.
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KI/Agentur2, Shutterstock.com
Das Prinzip des 4-Konten-Modells ist denkbar einfach. Und dieses Ordnungssystem eignet sich für jeden – unabhängig vom Alter und Einkommen. Die ersten Schritte sind leicht – entscheidend ist, konsequent zu handeln:
1. Mindestens drei Monate alle Einnahmen und Ausgaben per Haushaltsbuch (oder Konto-Auszüge) analysieren.
Fixe Kosten und andere Ausgaben notieren, auch Anteil Bar- bzw. Bargeldlos-Zahlungen. Zusätzlich Konto-Auszüge des letzten Jahres durchschauen, um Abbuchungen zu erfassen, die nur einmal jährlich oder halbjährlich erfolgen.
2. Vier Konten einrichten:
► Ein günstiges Giro-Konto als Zentrale suchen (s. S. 36).
► Ein Tagesgeld-Konto für absolute Notfälle (s. S. 37).
► Ein Sparkonto (ETF oder Festgeld) für planbare Investitionen (s. S. 38).
► Einen odermehrere ETF-Sparpläne für den langfristigen Vermögensaufbau (s. S. 39).
3. Dauer-Aufträge starten:
► Zuerst: Notfall-Konto auffüllen.
► Dann: 10 % des Einkommens (per Dauer-Auftrag zum Monats-Ersten) in Sparplan einzahlen.
Im Mittelpunkt des 4-Konten-Modells steht immer das Giro-Konto. Oft werden dafür Hunderte Euro pro Jahr verlangt. Dabei gibt es viele Giro-Konten kostenlos.
Generell gilt:
Über das Giro-Konto wird alles abgewickelt – monatliche Zahlungseingänge (Gehalt, Rente) und klassische Abbuchungen fürs Wohnen, Strom, Heizung, Versicherungen usw.
Das Giro-Konto dient auch fürs Umbuchen auf die anderen Konten (Notfall-Konto, Investitions-Konto, Spar-Konto bzw. ETF-Sparplan).
Giro-Konten sind Standard-Produkte. Insofern kommt es nur auf den Preis an. Ideal ist, wenn das Giro-Konto nichts kostet, also keine Konto-Gebühren – die Tabelle zeigt, dass es noch viele Banken gibt, die günstige oder sogar Gratis-Giro-Konten anbieten.
Günstig ist ein Giro-Konto, das weniger als 5 Euro je Monat kostet. Wer mehr zahlt, sollte wechseln.
Wichtig: Nicht nur auf die Grundgebühr achten, sondern auch, was zusätzlich für Giro-Karte, Überweisung bzw. Lastschrift, Kreditkarte oder Konto-Auszüge berechnet wird.
Erster Schritt auf dem Weg zur besseren privaten Finanzplanung ist ein möglichst kostengünstiges Giro-Konto. Wichtig bei der Auswahl:
Gibt es einen Mindest-Zahlungseingang pro Monat, an den die Gratis-Regel gebunden ist?
An wie vielen Geldautomaten kann gratis Geld abgeholt werden? Ist der nächste Automat gut erreichbar?
Ist das Geld-Abheben wirklich kostenlos oder auf eine bestimmte Zahl Abhebungen pro Monat begrenzt?
Gibt es eine Giro-Card? Viele Banken bieten oft nur noch Kreditkarten, für die dann oft extra Gebühren berechnet werden.
Gilt das Gratis-Geld-Abholen nur in Deutschland oder auch im Ausland, auf Reisen?
Vorsicht: Online-Konten sind nicht per se gratis, auch wenn viele Banken das suggerieren.
Gibt es zusätzliche Gebühren, wenn der Partner eine Zweit-Karte fürs Giro-Konto möchte?
Hier gibt es Gratis-Giro-Konten Diese Banken verlangen keine Grundgebühr. Oft wird auch eine Gratis-Kreditkarte angeboten; dafür entfällt dann evtl. eine Giro-Card. Angaben in Euro
Bank*
Mindest-Geldeingang
Freie Verfügung Geld-Automaten**
Gratis-Giro-Card
Kreditkarte
Dispo-Zins in %
1822direkt
700
Sparkassen
ja
36
9,65
Bank im Bistum Essen
-
VR-Banken
ja
25
9,23
C24
-
-
ja
0
7,49
comdirect
700
Cash Group
12
0
8,65
Consorsbank
700
-
ja
0
9,40
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
-
VR-Banken
9,50
19
11,63
Deutsche Skatbank
-
VR-Banken
5
20
6,49
DKB
700
-
11,88
0
8,68
Edekabank
-
VR-Banken
ja
30
9,74
ING
1.000
eigene Automaten
17,88
0
9,39
Klarna
-
-
-
7,99
-
Meine Bank Raiffeisenbank Hochtaunus
-
VR-Banken
ja
0
7,56
N26
-
-
-
0
13,40
Norisbank
500
Cash Group
ja
0
10,50
Oldenburger Landesbank
-
-
ja
0
12,41
Openbank
-
-
-
0
-
* Je Bank ist nur ein Konto-Modell aufgeführt, Liste in alphabetischer Reihenfolge
** zum kostenlosen Bargeld-Abheben
Bank*
1822direkt
Mindest-Geldeingang
700
Freie Verfügung Geld-Automaten**
Sparkassen
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
36
Dispo-Zins in %
9,65
Bank*
Bank im Bistum Essen
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
VR-Banken
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
25
Dispo-Zins in %
9,23
Bank*
C24
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
7,49
Bank*
comdirect
Mindest-Geldeingang
700
Freie Verfügung Geld-Automaten**
Cash Group
Gratis-Giro-Card
12
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
8,65
Bank*
Consorsbank
Mindest-Geldeingang
700
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
9,40
Bank*
Deutsche Apotheker- und Ärztebank
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
VR-Banken
Gratis-Giro-Card
9,50
Kreditkarte
19
Dispo-Zins in %
11,63
Bank*
Deutsche Skatbank
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
VR-Banken
Gratis-Giro-Card
5
Kreditkarte
20
Dispo-Zins in %
6,49
Bank*
DKB
Mindest-Geldeingang
700
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
11,88
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
8,68
Bank*
Edekabank
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
VR-Banken
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
30
Dispo-Zins in %
9,74
Bank*
ING
Mindest-Geldeingang
1.000
Freie Verfügung Geld-Automaten**
eigene Automaten
Gratis-Giro-Card
17,88
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
9,39
Bank*
Klarna
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
-
Kreditkarte
7,99
Dispo-Zins in %
-
Bank*
Meine Bank Raiffeisenbank Hochtaunus
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
VR-Banken
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
7,56
Bank*
N26
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
-
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
13,40
Bank*
Norisbank
Mindest-Geldeingang
500
Freie Verfügung Geld-Automaten**
Cash Group
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
10,50
Bank*
Oldenburger Landesbank
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
ja
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
12,41
Bank*
Openbank
Mindest-Geldeingang
-
Freie Verfügung Geld-Automaten**
-
Gratis-Giro-Card
-
Kreditkarte
0
Dispo-Zins in %
-
Bank*
* Je Bank ist nur ein Konto-Modell aufgeführt, Liste in alphabetischer Reihenfolge
Plötzlich krank oder arbeitslos; Hochwasser oder Orkanschaden – es gibt Notfälle, in denen das Einkommen plötzlich sinkt bzw. man Geld benötigt. Dafür ist diese Reserve gedacht.
Generell gilt für Notfälle bzw. das hier empfohlene Notfall-Konto:
Drei Monats-Netto-Einkommen sollten dort jederzeit (also täglich verfügbar) als Reserve liegen.
Und weil im Fall der Fälle das Geld sofort verfügbar sein muss, kommt dafür nur eine kurzfristige Anlage infrage, also ein Tagesgeld-Konto.
Wichtig dabei: Dieses Geld stellt kein Spar-Guthaben dar, sondern dient ausschließlich Notfällen. Also Momenten, in denen das bisherige Netto-Einkommen nicht mehr so fließt wie zuvor bzw. in Notfällen plötzlich Geld gebraucht wird.
Dieses Konto ist auch nicht dafür gedacht, größere Investitionen wie Auto, Reise oder kurzfristige, größere Ausgaben wie eine neue Waschmaschine oder eine teure Auto-Inspektion zu bezahlen. Dafür ist das Reserve-Konto da (s. S. 38).
Die Geldentwertung ist gravierend. Denn die Inflation wirkt wie ein negativer Zinseszins-Effekt, der sich potenziert
Kornelia Rendigs
Zweiter Schritt (nach der Auswahl eines möglichst günstigen Giro-Kontos, s. li.) ist das Einrichten eines Tagesgeld-Kontos. Dabei gilt:
Das Tagesgeld-Konto muss nicht bei der gleichen Bank eröffnet werden, wo das Giro-Konto geführt wird.
Da das Konto nicht bewegt wird, sondern nur zum Aufbewahren des Notfall-Geldes dient, kommt es nur auf den Zins-Satz an, den es für dieses Tagesgeld-Konto gibt.
Das heißt auch: Ändern sich die Zins-Sätze (deshalb regelmäßig die günstigsten Angebote prüfen, z. B. auf der FP-Internet-Seite), dann das Geld auf dem Tagesgeld-Konto zu einer anderen Bank mit den besseren Zinsen transferieren.
Der Zins-Satz des Tagesgelds sollte mindestens der Inflationsrate entsprechen. Aktuell liegt diese bei gut 2 %. So ist sichergestellt, dass die Kaufkraft des Notgroschens immer auch erhalten bleibt.
Deshalb auch die Zins-Gutschriften immer auf dem Tagesgeld-Konto stehen lassen – und ggf. zu einem anderen Konto mitüberweisen.
Stehen noch keine drei Monats-Netto-Einkommen zur Verfügung, dann aus den monatlichen Überschüssen (Einkommen minus monatliche Fix-Ausgaben) so lange den Notgroschen anfüllen, bis der entsprechende Betrag erreicht ist – auch wenn dies einige Monate dauert. Das Notgroschen-Konto ist neben dem Giro-Konto das wichtigste.
Erst wenn dies der Fall ist, werden die weiteren Konten (Investitions- und Spar-Konto) eröffnet.
Wichtig für die Wahl des Kontos:
Oft sind gute Zins-Sätze zeitlich befristet. Deshalb regelmäßig Angebote vergleichen; vor allem auf welchen Zins-Satz das Tagesgeld nach der Festlegungsfrist sinkt. Eventuell bereits dann erstmals wechseln.
Tagesgeld heißt bei vielen Banken nicht, dass das Geld auch täglich verfügbar ist. Gerade wenn eine größere Summe oder alles abgehoben wird, haben viele Banken Beschränkungen. Daher auf Kündigungsfristen achten.
Teilweise ist bei Tagesgeld auch eine Mindesteinlage nötig, um den versprochenen Zins zu erhalten.
Gut sind aktuell Tagesgeld-Konten, die etwa 2,5 % Zins bieten (s. u.).
Auch ausländische Banken im Euro-Raum im Blick haben, die haben oft bessere Zinsen. Die europäische Einlagensicherung (bis 100.000 Euro je Kunde) reicht für Tagesgeld mit dem Notgroschen immer aus.
Gute Tagesgeld-Konten
Gute Zinsen sind oft befristet. Daher stets zu guten Banken wechseln.
Bank*
Einlagensicherung
Kontakt
Zins garantiert Monate
Zins in %
Raisin
D
Raisin.com
3
2,85
Consorbank
F
Aktionen.consorsbank.de
3
2,80
TF Bank
S
www.tfbank.de
4
2,65
Suresse
E
Suressedirektbank.de
4
2,60
ING
D
Ing.de
4
2,50
Advanzia
NL
Advanziakonto.com
3
2,43
Bigbank
Estland
Bigbank.de
4
2,55
Santander
D
Santander.de
4
2,30
Volkswagen
D
Volkswagenbank.de
6
2,30
Creditplus
D
Raisin.com
4
2,25
* alle Banken mit europäischer gesetzlicher Einlagensicherung: 100.000 Euro je Sparer
Bank*
Raisin
Einlagensicherung
D
Kontakt
Raisin.com
Zins garantiert Monate
3
Zins in %
2,85
Bank*
Consorbank
Einlagensicherung
F
Kontakt
Aktionen.consorsbank.de
Zins garantiert Monate
3
Zins in %
2,80
Bank*
TF Bank
Einlagensicherung
S
Kontakt
www.tfbank.de
Zins garantiert Monate
4
Zins in %
2,65
Bank*
Suresse
Einlagensicherung
E
Kontakt
Suressedirektbank.de
Zins garantiert Monate
4
Zins in %
2,60
Bank*
ING
Einlagensicherung
D
Kontakt
Ing.de
Zins garantiert Monate
4
Zins in %
2,50
Bank*
Advanzia
Einlagensicherung
NL
Kontakt
Advanziakonto.com
Zins garantiert Monate
3
Zins in %
2,43
Bank*
Bigbank
Einlagensicherung
Estland
Kontakt
Bigbank.de
Zins garantiert Monate
4
Zins in %
2,55
Bank*
Santander
Einlagensicherung
D
Kontakt
Santander.de
Zins garantiert Monate
4
Zins in %
2,30
Bank*
Volkswagen
Einlagensicherung
D
Kontakt
Volkswagenbank.de
Zins garantiert Monate
6
Zins in %
2,30
Bank*
Creditplus
Einlagensicherung
D
Kontakt
Raisin.com
Zins garantiert Monate
4
Zins in %
2,25
Bank*
* alle Banken mit europäischer gesetzlicher Einlagensicherung: 100.000 Euro je Sparer
Ist das Notfall-Konto gefüllt, ein drittes Konto starten. Denn ob Urlaub, Auto-Reparatur oder neues E-Bike – es gibt immer größere Ausgaben, die absehbar sind.
Dieses Konto dient der Investitions-Reserve. Geld, das nicht zwingend im normalen Alltag für Wohnen, Lebensmittel und Sonstiges benötigt wird, sondern für einzelne größere Ausgaben. Dabei gilt:
Diese Reserve dient als Rücklage für Investitionen wie Reisen oder eine neue Küche, aber auch für die unvorhersehbar teure Auto-Reparatur oder eine neue Waschmaschine.
Aufgefüllt wird das Investitions-Konto durch Geld, das am Ende des Monats auf dem Girokonto übrig ist, nachdem die festen Ausgaben und zwingenden Rücklagen (Notgroschen auf Konto 2, Spar-Guthaben auf Konto 4) getätigt wurden.
Heißt: Am Monatsende wird per Einzel-Überweisung das Guthaben vom normalen Giro-Konto (Konto 1) abgebucht, sodass ein neuer Monat mit den normalen Zahlungs-Eingängen (Gehalt, Rente) startet.
Während Konto 2 (Notgroschen als Tagesgeld) und Konto 4 (ETF-Sparplan) zwingend sind, kann das Investitions-Konto als weiteres Tagesgeld- oder als 6- bzw. 12 Monate-Festgeld-Konto organisiert werden.
Oder man splittet den monatlichen Überschuss des Girokontos auf – eine Hälfte aufs Festgeld, eine Hälfte in einen separaten ETF-Sparplan, der gedanklich zu Konto 3 gehört.
Entscheidend ist, dieses Konto als Investitions-Konto zu verstehen – es gibt hin und wieder größere Summen, die abgehoben werden, dann wird wieder einige Zeit aufgefüllt.
Viele Banken unterscheiden kaum noch zwischen Tagesgeld und Festgeld, bieten oft ähnliche Zinsen.
Oft bieten Banken (s. u.) für Festgeld sogar etwas weniger Zinsen als für Tagesgeld. Der Vorteil des 12-Monate-Festgelds ist dann, dass man wenigstens für ein Jahr Ruhe, den Zins garantiert hat und nicht alle paar Monate neu entscheiden muss.
Es ergibt keinen Sinn, die Investitions-Reserve längerfristig anzulegen, auch wenn Banken einen kleinen Zins-Zuschlag bieten. Wird das Geld dann doch für eine Investition benötigt, werden oft Strafgebühren fällig, die den Zins-Vorteil auffressen.
Eine Anlagedauer von 3 bis 6 Monaten bei diesem Konto reicht.
Trotzdem gilt: Regelmäßig (einmal im Monat) die Zins-Sätze vergleichen. Ergeben sich Zins-Unterschiede, nach der Festlegungsfrist das Geld transferieren.
Auch hier gilt: Ruhig ausländische Banken im Euro-Raum nutzen; die bieten oft höhere Zinsen.
Gute Festgeld-Konten
Sehr gute Zinsen bieten auch Banken im europäischen Ausland; diese sind über die EU-Einlagensicherung ebenfalls gut abgesichert.
Bank*
Einlagensicherung in
Kontakt
Zins in %
Max
Slowakei
Check24.de
2,75
Banka Kovanica
Kroatien
Check24.de
2,75
Rietumu Banka
Lettland
Weltsparen.de
2,69
BluOr
Lettland
Raisin.com
2,67
Urbo
Litauen
Raisin.com
2,67
Rediem
S
Rediemcapital.com
2,55
CA Auto
I
Sparen.ca-autobank.de
2,45
J&T Direktbank
Tschechien
Jtdirektbank.de
2,40
Klarna
S
larna.com
2,35
Bigbank
Estland
Bigbank.de
2,35
Yapi
NL
Yapikredi.de
2,35
Volkswagen
D
Volkswagenbank.de
2,30
Wüstenrot
D
Wuestenrot.de
2,30
Grenke
D
Grenke.de
2,25
IKB
D
Ikb.de
2,25
* für 25.000 Euro. Alle Banken mit europäischer gesetzlicher Einlagensicherung: 100.000 Euro je Sparer mit 12 Monaten Festlegung, nur Länder mit hoher Sicherheit
Bank*
Max
Einlagensicherung in
Slowakei
Kontakt
Check24.de
Zins in %
2,75
Bank*
Banka Kovanica
Einlagensicherung in
Kroatien
Kontakt
Check24.de
Zins in %
2,75
Bank*
Rietumu Banka
Einlagensicherung in
Lettland
Kontakt
Weltsparen.de
Zins in %
2,69
Bank*
BluOr
Einlagensicherung in
Lettland
Kontakt
Raisin.com
Zins in %
2,67
Bank*
Urbo
Einlagensicherung in
Litauen
Kontakt
Raisin.com
Zins in %
2,67
Bank*
Rediem
Einlagensicherung in
S
Kontakt
Rediemcapital.com
Zins in %
2,55
Bank*
CA Auto
Einlagensicherung in
I
Kontakt
Sparen.ca-autobank.de
Zins in %
2,45
Bank*
J&T Direktbank
Einlagensicherung in
Tschechien
Kontakt
Jtdirektbank.de
Zins in %
2,40
Bank*
Klarna
Einlagensicherung in
S
Kontakt
larna.com
Zins in %
2,35
Bank*
Bigbank
Einlagensicherung in
Estland
Kontakt
Bigbank.de
Zins in %
2,35
Bank*
Yapi
Einlagensicherung in
NL
Kontakt
Yapikredi.de
Zins in %
2,35
Bank*
Volkswagen
Einlagensicherung in
D
Kontakt
Volkswagenbank.de
Zins in %
2,30
Bank*
Wüstenrot
Einlagensicherung in
D
Kontakt
Wuestenrot.de
Zins in %
2,30
Bank*
Grenke
Einlagensicherung in
D
Kontakt
Grenke.de
Zins in %
2,25
Bank*
IKB
Einlagensicherung in
D
Kontakt
Ikb.de
Zins in %
2,25
Bank*
* für 25.000 Euro. Alle Banken mit europäischer gesetzlicher Einlagensicherung: 100.000 Euro je Sparer mit 12 Monaten Festlegung, nur Länder mit hoher Sicherheit
Einlagensicherung in
Kontakt
Zins in %
4. Konto für langfristiges Sparen
Das vierte Konto, das jeder haben sollte, ist ein reines Spar-Konto. Jeden Monat werden am Monatsbeginn 10 % des Netto-Einkommens in ETFs investiert, um Vermögen aufzubauen.
Ein Extra-Konto, das per Dauer-auftrag monatlich gefüllt wird:
Damit langfristig Vermögen aufgebaut wird, ist es unerlässlich, dass kontinuierlich gespart wird.
Und zwar nicht zufällig je nach Kassenlage, sondern absolut verlässlich und mit gleichbleibenden Spar-Raten. Sinnvoll ist, 10 % des monatlichen Netto-Einkommens anzulegen. Allerdings damit erst starten, wenn die Notfall-Reserve (3 Monats-Netto-Einkommen) auf einem Tagesgeld-Konto steht, siehe Konto 2 (s. S. 37). Ist das noch nicht der Fall, dann die 10%-Spar-Rate zuerst dafür einsetzen. Erst wenn die Notfall-Reserve aufgefüllt ist, einen ETF-Sparplan als Konto 4 starten.
Wer monatlich eine Summe übrig hat, sollte das unbedingt nutzen -
und jeden Monat einen kleinen Betrag am Aktienmarkt investieren
Constanze Hintze
Dabei gilt:
Es ist fast egal, welcher ETF-Sparplan gestartet wird, Hauptsache, es wird überhaupt kontinuierlich in einen Aktien-Sparplan eingezahlt. (Näheres dazu nächste Seite.)
Gekauft werden können ETFs auch über jede Volksbank oder Sparkasse. Doch Vorsicht, oft wollen Banken in Beratungsgesprächen keine ETFs „verkaufen“, sondern deren klassische Fonds. Die kosten aber deutlich mehr Gebühren.
Denn auch das spricht für ETFs als Sparplan: Es sind sehr kostengünstigste Wertpapiere. Das heißt, es fallen beim Kauf nur sehr geringe Gebühren an, was die Rendite erhöht.
ETFs legen das Geld z. B. in Aktien von Firmen eines Index an. Der deutsche Aktien-Index (DAX) enthält 40 Firmen, der amerikanische S&P 500 enthält 500 Firmen. Je mehr Aktien ein Index beinhaltet, desto besser. Der bekannte MSCI-World-Index enthält fast 1 600 Firmen.
Natürlich unterliegen auch ETFs Wert-Schwankungen. Da aber das Geld über längere Zeit (mindestens fünf Jahre) angelegt werden sollte, fallen zwischenzeitliche Schwankungen nicht ins Gewicht. Im Gegenteil: In Phasen mit niedrigeren Aktienkursen erhält man bei gleichbleibenden Spar-Raten entsprechend mehr Fonds-Anteile.
Natürlich gibt es auch ETFs, die Anleihen (Staats- und Unternehmens-Anleihen) enthalten. Da die Rendite dieser ETFs (und vieler anderer ETFs, z. B. auf Gold) im langfristigen Vergleich niedriger ist als bei Aktien-ETFs, raten selbst Verbraucherschützer für längerfristige Anlage zu klassischen Aktien-ETFs.
Günstige Depot-Sparkonten für ETFs, Orderkosten von ETFs in Euro
Direktbank / Onlinebroker
Anbieter
Orderkosten
Mindestens
Höchstens
Trade Republic
0
0
0
Finanzen.net Zero
0
0
0
Justtrade
0
0
0
N26
0
0
0
Scalable
0,99
0,99
0,99
Anbieter
Trade Republic
Orderkosten
0
Mindestens
0
Höchstens
0
Anbieter
Finanzen.net Zero
Orderkosten
0
Mindestens
0
Höchstens
0
Anbieter
Justtrade
Orderkosten
0
Mindestens
0
Höchstens
0
Anbieter
N26
Orderkosten
0
Mindestens
0
Höchstens
0
Anbieter
Scalable
Orderkosten
0,99
Mindestens
0,99
Höchstens
0,99
Günstige Depot-Sparkonten für ETFs Orderkosten von ETFs in Euro
Zum Vergleich: Filialbanken
Anbieter
Orderkosten
Mindestens
Höchstens
Santander
0,20%
7,90
29,90
Targobank
0,25%
8,90
34,90
Hypovereinsbank
0,25%
8,90
-
BBBank
0,25%
9,90
49,90
Postbank
9,95 - 69,95
9,95
69,95
Anbieter
Santander
Orderkosten
0,20%
Mindestens
7,90
Höchstens
29,90
Anbieter
Targobank
Orderkosten
0,25%
Mindestens
8,90
Höchstens
34,90
Anbieter
Hypovereinsbank
Orderkosten
0,25%
Mindestens
8,90
Höchstens
-
Anbieter
BBBank
Orderkosten
0,25%
Mindestens
9,90
Höchstens
49,90
Anbieter
Postbank
Orderkosten
9,95 - 69,95
Mindestens
9,95
Höchstens
69,95
Wichtig bei der Auswahl eines ETF bzw. beim Einrichten eines Depots:
Möglichst ein Gratis-Depot bzw. ein Depot mit möglichst geringen Gebühren wählen (siehe oben).
Günstig sind Depots, die 50 Cent oder weniger pro Monat kosten und möglichst keine Order-Kosten haben.
Gute ETFs sind nach wie vor die, die den weltweiten MSCI-Index mit Aktien von gut 1 600 Firmen weltweit abbilden. Aber auch ETFs auf andere Indizes sind sinnvoll (eine Liste mit empfehlenswerten ETFs gibt es auf unserer Internet-Seite: www.finanzplus-magazin.de).
Sinnvoll ist zudem, nicht die komplette Spar-Rate in einen ETF zu stecken, sondern das Geld auf mehrere ETFs zu verteilen. Wer z. B. 200 Euro jeden Monat als Sparrate festlegt, wählt zwei oder drei ETFs und zahlt dann jeweils 100 bzw. 60 oder 70 Euro per Dauerauftrag ein.
Auch wenn die Wert-Entwicklung der Vergangenheit keine Gewähr für die Zukunft gibt – ein ETF auf den MSCI World erreichte seit 1975 9 % Rendite pro Jahr – aus einer 200-Euro-Spar-Rate pro Monat ergäbe sich in 20 Jahren ein Vermögen von gut 130.000 Euro.
Trotzdem nicht mit 9 % Rendite pro Jahr rechnen, sondern mit 5 bis 6 %.
Angeboten werden ETFs in zwei Arten: auszahlende ETFs und thesaurierende ETFs. Die auszahlenden Varianten schütten die Dividenden, die der ETF erhält, an Sparer aus; die thesaurierenden ETFs legen die Dividenden wieder an. Langfristig besser sind thesaurierende ETFs, weil der Zinses-Zins-Effekt noch besser wirkt.
Und: Angeboten werden ETFs oft in einer Version, die in Dollar rechnet, und einer in Euro. Die Euro-Variante hat den Vorteil, dass es kein Währungs-Risiko gibt. Im langfristigen Vergleich gibt es aber keine Rendite-Unterschiede.
Mit den 4 Konten ist die Basis für perfekte private Finanzen gelegt. Gleichwohl auch auf diese 10 Details achten.
1. Überschüsse investieren
Wer über mehrere Monate feststellt, dass sich auf Giro- oder Tagesgeld-Konto Geld ansammelt, sollte die Spar-Rate für Konto 4 (das ETF-Konto) erhöhen – Geld auf dem Girokonto wird über die Inflation automatisch weniger wert.
2. Auch Kleinvieh macht Mist
Was für Spar-Raten gilt, trifft auch auf Ausgaben zu. Es lohnt, Ausgaben wegen einiger Euro zu stoppen bzw. zu anderen Anbietern zu wechseln.
3. Nur Dinge abschließen, die man versteht
Das betrifft Sparen und (!) Ausgeben. Statt Boni oder Rabatte, die irgendwann unter bestimmten Umständen gelten, nur Verträge abschließen, die einfach, klar und günstig sind.
4. Weniger ist mehr
Man kann sich gegen alles versichern (s. S. 58). Aber das kostet. Deshalb vor jedem Vertrag überlegen, ob das Risiko nicht über den Notgroschen (Konto 2) im Fall der Fälle tragbar wäre. Dies spart viel Geld, erleichtert aber auch den Überblick. Je mehr Verträge, Konten oder Anlagen, desto schneller verliert man die Kosten aus dem Blick.
5. Selbst erledigen
Benötigt man für alles Berater, Vermittler oder Makler? Nein. Ob Steuer, Strom, Geld oder Internet - die meisten Dinge kann man selbst erledigen. Der Vorteil: Man versteht besser, was man tut – und lassen sollte.
6. Wechseln, wechseln
Konto, Handy, Strom, Versicherungen, Gas oder Internet – überall gibt es ständig günstigere Anbieter. Deshalb regelmäßig Preise vergleichen – und notfalls wechseln. Treue zahlt sich nicht aus. Auch beim Einkauf: Wer immer im gleichen Supermarkt die gleichen Produkte wählt, ahnt nicht, dass es günstige Alternativen gibt.
7. Keine Schulden
Nur Geld ausgeben, das man hat. Niemals Konsum auf Kredit finanzieren. Es gibt nur zwei Ausnahmen: Immobilie und eventuell auch Auto, wenn die Kredit-Rate niedriger ist als Rendite der eigenen Geldanlage.
8. Vorausschauend handeln
Gut mit Geld umgehen heißt immer an übermorgen denken, also ans Alter, die eigene Rente, eine mögliche Pflegebedürftigkeit oder den Verlust des Partners oder der eigenen Berufstätigkeit. Wie sieht die Vorsorge dafür aus? Vorsorgen ist alles.
9. Alle Gelder beantragen
Der Staat, aber auch Arbeitgeber, geben zu vielen Dingen Zuschüsse. Zugegeben, das Beantragen ist manchmal kompliziert. Aber deshalb Geld verschenken? Niemals! Deshalb immer alle Zuschüsse, die möglich sind, abrufen. Und sich informieren, wo es etwas gibt.
10. Konsequent sein
Der wichtigste Rat zum Schluss: Am beschriebenen 4-Konten-Prinzip strikt festhalten.