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Grundsätzlich geben alle Fake Shops vor, Waren zu verkaufen. Das Ziel: Geld abbuchen, ohne Ware zu liefern (oder nur minderwertige Ware zu liefern). Deshalb niemals Vorkasse leisten oder einer Abbuchung (z. B. per Kreditkarte) zustimmen, ohne dass die Ware bereits geliefert ist.
Viele Fake Shops arbeiten nach diesem Prinzip: Die Seite sieht dem Online-Shop einer bekannten Marke zum Verwechseln ähnlich. In der Liste (s. u.) finden sich deshalb viele Beispiele von Fake Shops, die die wahren Online-Shops von Lidl, Apple oder Lego fast 1 zu 1 kopieren. Deshalb gelingt es heute auf Anhieb nicht mehr so leicht, echte Online-Shops von Fake Shops zu unterscheiden. Deshalb auf Details achten.
Ein Indiz für einen Fake Shop kann eine auffällige Schreibweise bei der Internet-Adresse sein, z. B. weil
im eigentlichen Marken-Namen eine kleine Abweichung auftaucht,
die Internet-Adresse eine „doppelte“ Endung aufweist, also zum Beispiel: „.de.com“,
die vertraute .de-Endung nicht am Ende steht, sondern an den Namen angehängt wird, z. B. xxxde.com,
der Name der Internetseite gar nicht zum gesuchten Artikel passt – das zeigen viele Beispiele von Fake Shops, die die Lidl-Website kopieren.
Während des Bestell-Vorgangs werden auf Fake Shops oft mehrere Bezahl-Optionen angeboten, also z. B. Rechnung, Kreditkarte oder Lastschrift. Kurz vor der eigentlichen Bestellung bzw. der Bestätigung ist nur noch Vorkasse durch (Sofort-)Überweisung möglich.
Dann sofort die Bestellung stoppen.
Am sichersten ist jeder Online-Einkauf immer auf Rechnung – erst die Ware, dann das Geld – oder per Lastschrift; hier kann Geld acht Wochen zurückgebucht werden. Auch bei Kreditkarten-Zahlung ist das Zurückbuchen einer Zahlung möglich.

Unsere FakeShop-Liste wird ständig aktualisiert und gibt wichtige Hinweise, wo man vorsichtig sein sollte
Das wünscht sich zwar jeder und deshalb surft man ja auch im Internet. Und natürlich gibt es auch an vielen Stellen wirkliche Sonderangebote. Aber: Hat ein gesuchter Artikel wirklich einen außergewöhnlich niedrigen Preis, ist vor allem Vorsicht geboten. Denn oft arbeiten Fake Shops gerade mit überraschend niedrigen Lock-Angeboten.
Hat ein Online-Shop ein Logo, das für vertrauenswürdigen Einkauf steht, z. B. ein „Trusted Shops“-Logo, dann auf das Logo klicken. Nur wenn das Logo verlinkt ist, hat der Shop wirklich das Zertifikat. Fake Shops suggerieren dies oft, haben aber die Gütesiegel gar nicht. Oder auf den Seiten eines Fake Shops befinden sich Fantasie-Siegel oder -Logos, die es gar nicht gibt. Deshalb sich von Logos und Siegeln nicht blenden lassen.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wichtig ist aber, die Urteile anderer Kunden nicht im Shop selbst zu lesen, sondern z. B. bei Google. Dazu z. B. den Text „Erfahrungen
mit ...“ in das Suchfeld eingeben. Tauchen irgendwo Indizien für Betrug auf, nichts dort bestellen.
Jede Internet-Seite muss ein Impressum haben. Bei Fake Shops ist dieses oft unvollständig. Vorgeschrieben ist, dass dort die Adresse, Vertretungsberechtigte, aber auch E-Mail-Adresse sowie Hinweise auf Handelsregister genannt werden.

Rechtlich können Laien allgemeine Geschäftsbedingungen nicht prüfen. Ein Indiz für Fake Shops ist, wenn AGB in schlechtem Deutsch formuliert sind bzw. erkennbar aus einem Übersetzungsprogramm stammen.
Zuerst prüfen, wo die Ware steckt. Das ist nur möglich, falls man eine Sendungsnummer bzw. Lieferdienst (z. B. DHL) genannt bekommen hat.
Sehr genau (täglich) Kreditkarten und Konto-Umsätze kontrollieren.
Besteht der Verdacht, dass es ein Fake Shop ist, Bank kontaktieren, sofern möglich, Abbuchungen stoppen oder Geld zurückbuchen lassen.
Erhärtet sich der Verdacht, Strafanzeige (Polizei) stellen, Screenshots als Beweismittel vorweisen.